#1 RE: Lager Ambiente von Menk 12.10.2012 06:00

Ich weise gleich vorweg darauf hin, dass ich mit diesem Beitrag wie in allen Philosophie Themen Anregungen sammeln möchte. Durch die entstehende Diskussion können wir klar stellen, wo man wenig Einsatz schon viel mehr rausholen kann und welche Standards als unangebracht für Liverollenspiele in einer Fantasy Welt angesehen werden. Diese Diskussion kann Einsteigern helfen typische Anfängerfehler zu vermeiden und erfahrene Larper auf Umstände hinweisen, die sie in der Form bislang nicht beachtet haben.

Um etwas Ordnung in der Diskussion beizubehalten achtet bitte auf Überschriften zur Gliederung eurer Beiträge. Ihr dürft auch gerne neue Posten aufmachen über die wir uns unterhalten können. Letzten Endes sollen hier sowohl Optionen für die Orga wie auch für jeden Einzelnen entstehen.



Zelte
Als ich mit Larp anfing, waren Iglus zwar nicht gerne gesehen, aber durchaus noch in großer Zahl auf jeder Con anzutreffen. Selbst auf der ersten Talosia Con 2005 sieht man auf den Fotos noch das halbe Lager voll damit. Es spricht erstmal nichts dagegen ein Iglu zu verwenden. Ich empfinde es aber nur dann akzeptabel, wenn diese abgetarnt werden. Zumindest weiße Stoffbahnen. Auch denkbar sind Tarnnetze oder viel besser noch dem Charakter entsprechende Zeltverkleidungen. Das können Stoffbahnen mit aufgemalten Runen, Beetnetzabdeckungen in die Kunstefeu eingeflochten wurde oder auch Baskpalisade drumherum sein.
Die meisten Larper legen sich über kurz oder lang spezielle Zelte für ihr Hobby zu. Oft greift man dabei zum typischen Sahara, dass grob bei 200 Euro aufwärts los geht. Mancheiner legt sich sogar Spezialanfertigungen zu, wo der Preis dann die 1000 Euro Marke übersteigt. Dazwischen gibt es noch diverse Typen die "mittelalterlichen Zelten" nachempfunden wurden. Ganz teuer wird es bei Gruppenzelten wie Jurten. Diese werden optisch meiner Meinung nach akzeptiert.


Lagerausleuchtung
Von der Orga werden diverse Leuchtquellen gestellt. Dabei geht es vorrangig um Sicherheitsbereiche. Im Beispiel wird eine Grabkerzenreihe als Markierung zu den Toiletten oder eine Minilaternenreihe entlang der Lagerstraße von uns aufgebaut. Diese dienen mehr der Orientierung, als dass sie etwas wirklich ausleuchten. Ich empfinde es zumindest ansprechender als für sowas Knichlichter überall rumzuwerfen. Da wo die Sicherheit nachts stark beeinträchtigt ist, wie bei Zeltschnüren, anderen Abspannungen von Bauten oder an Hängen und Zaunbegrenzungen verwenden wir typischerweise Knicklichter.
Neu in unserem Fundus sind die Campinglaternen. Diese Teile sind im Vergleich zu den sonst üblichen Halogenstrahlern auf dem Schlachtfeld ein Segen. Sie können in ihrer Leuchtkraft reguliert werden und können auch per Fernbedienung recht schnell an/aus geschaltet werden. Wobei ich dazu tendiere zumindest einige nachts durchgängig brennen zu lassen. Ob Halogenstrahler oder Campinglaternen, diese werden im Idealfall in erhöhter Position aufgehängt und/oder mit Regenschirmstoffen verkleidet. Wobei ich bei den Capinglaternen nicht den Eindruck habe das dies notwendig ist.
Mitunter kommen auch Fackeln zum Einsatz. Diese Variante ist zwar stilecht, aber auch kostenintensiv und dazu noch unzuverlässig. Denn häufig schränken Wetter und Geländeverordnung den Einsatz stark ein. Wachsfackeln halten für gewönlich 20-60 Minuten und sind nur für eine Wanderstrecke oder zur Schlachtfeldausleuchtung geeignet. Lampenölfackeln hingegen helfen bei der Lagerausleuchtung.
Ich würde mir von allen Teilnehmern wünschen, dass sie entweder zwei Laternen oder besagte Lampenölfackeln am Eingangsbereich ihres Lagers aufbauen.


Das eigene Lager
Das eigene Lager besteht meistens nur aus dem Zelt und eventuell einer Sitzgelegenheit mit dazugehörigen Tisch. Gruppen bringen sich meistens Bierzeltgarnituren mit. Ich halte dabei typische Campingstühle für störend. Ich meine diese mit Kunststoffbezug und Plastikgestell. Aber auch eine Biergarnitur ist mehr Mittel zum Zweck als wirklich ansehnlich. Zu schnell kommt bei Bierzeltgarnituren das "Partyfeeling" eines Festivals auf. Es folgen Verwahrlosung der Stellflächen. Müll und übrig gebliebene Lebensmittelverpackungen sowie Flaschen jeglicher Art bleiben stehen.
Eine einfache Tischdecke, bei Charakteren von Stand mit einer Borte versehen, lässt den Tisch gleich ganz anders wirken. Ein paar Felle oder Kissen auf den Bänken ergeben gleich ein ganz anderes Bild. Bierpullen können mit Stoffüberzügen (auch Flaschenkondome genannt) auch gerne auf dem Tisch stehen gelassen werden.
Akzeptabel ist es aber durchaus zur Mahlzeit OT Verpackungen der Lebensmittel zu verwenden. Der erhöhte Spülaufwand steht nicht bei jedem im Verhältnis zum kurzzeitigen Ambienteplus. Aber diese Verpackungen haben einfach nichts mehr nach der Mahlzeit auf dem Tisch verloren. Diese Unachtsamkeit stört das gesamte Lager. Schaut euch einfach Lagerbilder von verschiedenen Cons an und ihr entdeckt wie störend Bierflaschen, Tetrapacks und Keksverpackungen auf das ansonsten stimmige Bild wirken. Diese Müllfriedhöfe verseuchen an manchen Nachmittagen das ganze Lagerambiente. Dazu zählen übrigends auch Flaschenberge an Bäumen oder herum wehende Mülltüten.


Müllentsorgung
Jedes Lager sollte eine Mülltüte haben. Entweder bewahrt man diese im Zelt auf, oder aber innerhalb eines Jutesacks irgendwo angebunden.


Lagerbanner
Ein absolutes Plus ist ein Lagerbanner. Ab wann ist das sinnvoll? Sobald man mit einer Gruppe anreist macht dies Sinn. Selbst wenn man als Einzelspieler in Vertretung einer Fraktion anreist empfiehlt sich ein Lagerbanner.
- Präsenz der Fraktion zeigen
- Zugehörigkeit und Lagerort markieren
- Von eingewiesenen NSC für spezielle Plots auffindbar sein
- Statussymbol aufzeigen
Insgesamt macht ein Lagerbanner einfach was her. Ich würde mir dieses Utensil von jeder Gruppe am Lagereingang wünschen. Es erleichtert die SL Arbeit und ist ein tolles Ambienteextra.


Kleidung der Spielleitung
Hier scheiden sich die Geister. Zweckmässig, Ambientig oder eine Mischung aus beiden? Sl T-Shirts oder einheitliche Kleidung? Zuletzt neigten wir dazu, dass Spielleiter die sich bei den Spielern in der Regel aufhalten dem Setting entsprechende Gewandung zu verwenden. Auf diese Weise stören die SL genauso wenig wie eine Bierpulle im Flaschenkondom. Nur wenn man genau hinsieht (z.b. wegen der Funken) erkennt man eine OT Person.
Spielleiter die in der Regel bei den NSC unterwegs sind oder vorwiegend Kämpfe absichern tragen oft zivile Kleidung. Das hat Vor- und Nachteile.


Fallen euch weitere Punkte ein oder seht ihr einige Aufzählungen anders als ich?

Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen