#1 RE: Götterkulte Talosias von Menk 23.10.2012 00:25

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Heimische Götterkulte Talosias

Der Kontinent Talosia hat einige Götterkulte hervorgebracht, die seit seiner Entstehung miteinander verknüpft sind. Um dies zu verdeutlichen habe ich eine Art Stammbaum erstellt, damit man sehen kann, wer von wem geschaffen wurde. Leider ist das Bild von nicht so besonderer Qualität. Ergänzend hierzu eine Erläuterung zu den Gottheiten. Allgemein sei erwähnt, dass ich hier nur die Mythologie im allgemeinen erkläre. Es existieren zahlreiche Glaubensformen, die auf diesem Hintergrund basieren und ebenso real sind. Hinzu kommen noch zahlreiche eingeführte Religionen und Gottheiten aus fernen Ländern, die in Talosia Anhänger fanden. Wer möchte, der kann die seine hier im Forum beschreiben. Ich beschränke mich vorerst auf die Erläuterung der folgenden Götterkulte:




Uto
Uto ist der Göttervater Talosias. In der "Legende von Silian" wird am Anfang von der Schöpfung berichtet und in welcher Form er Einfluss auf die Geschicke der Welt nahm.


Götter:

Kryan
Der Gott Kryan steht in vielen Glaubensformen für Verrat und Boshaftigkeit. Er wurde von seinem Vater Uto in die Verbannung gesandt und die Rückkehr nach Talosia ist ihm untersagt. Dies war die Strafe für sein Wirken beim Wettstreit der Auserwählten, wo er seinen Günstling Kor zum Sieg verhalf. Dies tat er nur, um seine Herrschaft über die Menschen durch eine irdische Marionette ausüben zu können.

Ilsadi
Die Göttin Ilsadi steht für das Gleichgewicht und bei vielen Kulturen auch für die Hoffnung. Das Volk der Zaron hat sich ihrer Lehre verschrieben und sieht sich als ausführende Hand in der Welt der Sterblichen.

Tarn
Der Gott Tarn steht für die Kriegskunst und den Kampf. In manchen Kulturen spricht man bei seinen Idealen auch von Ehre und Macht. Andere wiederum führen jede Form des Kampfes und Widerstands als Form der Verehrung an, so auch Hinterhalte und Attentate, die im allgemeinen Brauchtum als ehrlos bezeichnet werden.


Elementargottheiten:

Aeris
In den meisten Kulturen gilt Aeris als weiblicher Naturgeist der als Gottheit der Luft verehrt wird. Wie die meisten Naturkulte verlor auch der Glaube an Aeris in den letzten Jahrhunderten an Bedeutung. Es gilt als ein Märchen, dass Aeris die Wesen der Lüfte schuf und eine eigene Persönlichkeit hat. In der Magiergilde von Wilhelmsmeer lehrt man z.b. die wissenschaftliche Sichtweise, dass Elemente wie Aeris einem instinktiven Muster folgen und Abweichungen dieser Regel als Unfälle der Natur oder als Produkte des Wirkens einfältiger Magier gelten. Die Kirche der Erleuchtung verehrt hingegen alleinig Uto als Gottheit und empfindet bedeutende Personen wie den Propheten Layad oder den obersten der Kirche, den Layun, als Heilige. Offiziell sagt die Kirche im Buch der wahren Worte, dass Aeris Luft ist und überlässt die Interpretation dieser Aussage den Gelehrten.

Ignis
Es existieren noch heute Kulturen, die Ignis als Gottheit verehren. Diese Religionen zeigen unterschiedliche Formen der Verehrung. Die Barbaren der Ödlande glauben, dass ihr Kriegsgott Tarn eine Inkarnation der Sonne ist und somit Ignis und Tarn dieselbe Persönlichkeit darstellen. Die Kirche der Erleuchtung symbolisiert hingegen in ihrem Wappen die aufgehende Sonne als "die Erleuchtung" und selbst im Korandiaglauben findet man mit dem Orden des schwarzen Feuers eine Form der spirituellen Verehrung des Feuers.

Terra
Die Glaubensansicht, dass die Bergwesen als Erdgötter existieren, findet vermehrt Anklang unter den Naturvölkern Talosias. Einige berichten von tatsächlichen Begegnungen mit mächtigen Kreaturen wie Muttertieren und den Bergwesen selbst. Kritiker sagen diesen Menschen den Konsum von berauschenden Pflanzen nach.
Der Sage nach schuf Terra mit Aeris ihren Sohn Gorath, mit Ignis ihren Sohn Ashn`Agur und mit seinen eigenen Saft Silian. Die gemeinsamen Schöpfungen sollten den Elementen ein besseres Verständnis voneinander ermöglichen. Terra gilt den glaubigen Menschen als Schöpfer der Landmasse und erdverbundenen Tiere. Damit ist für die Menschen Terra das Element mit der stärksten Verbundenheit zu ihnen und die Mythologie zeigt etliche Beispiele, in denen die Menschen Terra bei Elementarstreitigkeiten als die "gute" Kraft darstellen. Das Götterbild der Zaron zeigt Terra als einzige männliche Verkörperung unter den Elementen, wenn auch die Elemente allgemein als geschlechtslos beschrieben werden. Die sprichwörtliche Aussage von "Mutter Natur" widerlegt hingegen beide Ansichten.

Aqua
Den Urvölkern galt das Meer als bedrohlich und bösartig. Keiner Hochkultur Talosias gelang es zu anderen Kontinenten zu reisen, da die Schifffahrt nur von geringem Wissensstand war. Menschen starben bei den Versuchen das Meer zu bereisen, genauso wie bei der Fischerei. Erschwerend zum schlechten Ruf Aquas lastet die Tatsache, dass die Eroberer des Großreich Goldagors aus Übersee nach Talosia kamen. Das Sprichwort "Vom Meer ist nichts gutes zu erwarten" ist auch unter den Menschen verbreitet, die dieser Mythologie keinen Glauben schenken.
In den mythologischen Darstellungen nimmt Aqua oft provokanten Part ein. Die Dominanz über die Weite der See, die Abhängigkeit von trinkbaren Wasser und die Weigerung auf Terras Angebot zum besseren Verständnis sind nur ein paar Beispiele in der Legende von Silian, welche von Aquas Hochmut und Arroganz zeugen. Statt sich eines besseren Verständnisses durch gemeinsame Schöpfungen zu bedienen, formte Aqua ihre drei Töchter Inante, Hellbine und Lambda. Aquas Auffassung nach stellen sie eine ausgleichende Macht zu den Abkömmlingen der anderen Elemente dar.
Nur wenige Kulturen gingen einen engeren Bund mit dem Wasser ein, wie es die Leithi oder auch die Trahhirrim taten.

Gigarius
Gigarius ist unter den Naturgöttern als die schlafende Kraft bekannt, die die Elemente nährt. Einige Kulturen bezeichnen sie auch direkt als Mana oder Magie. In der talosischen Mythologie findet man nur wenige Bezüge, von denen der Aussagekräftigste darin liegt, dass Gigarius als einziges Element nicht erwacht sei. Manche Geschichten sprechen auch vom Tod des großen Elements, aus dem die anderen vier hervor gingen. Wiederum berichtet eine andere Sagenkunde, dass Gigarius eine andere Bezeichnung für Uto sei. Die Zaron beschreiben in ihren Schriften über die Muttertiere Gigarius als letzte Tierart, die das Licht der Welt erblicken wird.


Halbgötter:

Kor
Der Günstling Kryans im göttlichen Wettstreit war Kor. Dieser wurde aus seinem Volk ausgewählt, um dieses anzuführen und den Preis im Wettkampf, die Unsterblichkeit und das fruchtbarste aller Länder Talosias, zu erhalten. Er gewann den Wettstreit dank der Hilfe Kryans. Doch Kryan sicherte sich seine Verehrung durch Furcht und Gewalt und fand somit wenig Anerkennung in seinem auserwählten Volk. So nutzte Kor die Gelegenheit mit den Göttern zu sprechen und verriet Kryans Einfluss während des Wettstreits. Kryan wurde verbannt, seinem Volk wurde das fruchtbarste Land genommen und dieses in eine morastigen Landstrich verwandelt. Der Titel des "Darzhûl`Imar" blieb Kor für seine Ehrlichkeit erhalten und so erlangte er die Unsterblichkeit, während sein Land fortan nur noch Dazulima genannt wurde. Kor regiert seit jener Zeit über die Völker Korandias. Korandia ist jener Glaubenskult, der dem Volksname Korandier und für den Namen der Hauptstadt Korandia namens gebend wurde. Für die anderen Völker Talosias gilt Kor als der König der Dunkelheit, da er die Stellung von Kryan übernahm, indem er sich zum Gottkönig ausriefen lies. Kor selbst glaubt an seine auferlegte Pflicht, den Völkern Talosias den Segen des ewigen Lebens zu ermöglichen, in dem er sie alle missioniert.

Ashn`Agur
Ashn`Agur ist der erste Sohn Terras in Bindung mit Ignis. Um die Gunst seines Vaters zu erlangen ließ Ashn`agur seine Feuerberge ausbrechen und tötete massenweise Leben. Dies führte statt zur Belobigung letztlich zur Abspaltung der Insel mit dem heutigen Namen Trahh. Noch heute ist der aktive Vulkan den Völkern Trahhs als "Ashn`Agur" bekannt, wo der Mythologie nach der Sohn Terras und Ignis im Dienste des Feuers lebt, da er sich von seinem Vater verstoßen fühlt.

Gorath
Der Halbgott Gorath war eine Bindung aus Terra und Aeris. Auch er verriet seinen Vater Terra durch sein Aufbegehren und der Forderung im Zweikampf. Terra erschlug Gorath und bestattete ihn am Rande des Festland von Talosia im Westen, dem Farrak Ungor. Die Wasserfläche zwischen dem Farrak Ungor und der Insel Trahh trägt noch heute den Namen "Goraths Graben", was von der Bezeichnung Grab abgeleitet sein könnte.

Silian
Silian ist durch die Geschichte "Die Legende von Silian" einer der bedeutendsten Götter der Mythologie geworden. Er nahm großen Einfluss auf die Gestaltung der Lebensräume und auch heute sagt man ihm so manches wirken nach. Er ist nach Auffassung der Elementaristen der Anführer der Anhänger Terras. Sein Einfluss war besänftigend auf Aquas Vorhaben Talosia mit Wasser zu überziehen und letztlich nahm er Lambda, einer Tochter Aquas, zur Frau.

Lambda
Lambda ist die Tochter Aquas, die Silian für sich gewinnen konnte. Aqua hoffte auf große Einflussnahme durch ihre Tochter im Element der Erde, doch fanden die Gedanken Silians und Lambdas eine Form der Harmonie, die Aqua weder kannte noch berücksichtigen konnte. Lambda verbarg sich mit Silian sehr lange Zeit, bis sie beide entschlossen, wieder ins Geschehen zurück zu kehren. Silian übernahm die Verteidigung des Erdreiches, während Lambda versuchte ihre Mutter von ihren neuen Plänen abzubringen. Letztlich führte Lambdas Versuch nur zu ihrer Gefangennahme, was wiederum Silians Zorn hervorrief und er nun die Möglichkeit zum Frieden zwischen Terra und Aqua für sich ausschließt.

Inante
Inante umwarb Silian mit dem Bau eines Palastes als schwimmenden Felsen. Ihr Angebot lockte Silian nicht, da dieser das Leben in Tier und Pflanzen liebte. Als die Verschmähte Inante aufbegehrte zerstörte Silian ihren Palast und begrub sie darunter. Der Ort des Geschehens ist heute als das schwimmende Riff bekannt, wo zahlreiche Steinbrocken unterschiedlichster Größe wie Eisschollen umher treiben.

Hellbine
Hellbine ist ebenfalls eine der drei Töchter Aquas. Sie liebte Silian wie auch ihre beiden Schwestern und umwarb ihn mit einem Palast aus Eis. Silian lehnte ab. In ihrer Traurigkeit zog sie mit ihrem Eispalast in die Weite der Meere davon.

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