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#1 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Menk 09.11.2012 04:27

Ich habe einige Male mitbekommen, dass die Weiterführung von Plots auf wenig Gegenliebe bei größeren Cons gestoßen ist. So fanden einige Ergebnisse keine Auflösung auf den jeweiligen Cons, da ihre Auswirkungen erst später in Kraft treten würden. Die Frustration war da zum Teil recht hoch, da einige nicht wussten was sie nun eigentlich erreicht hatten.

Natürlich bedeutet dies im Umkehrschluss, dass manche Ergebnisse auf Kosten der Logik oder der Beeinflussbarkeit aufgedeckt werden. Wenn ich bedenke, dass viele Stammspieler nicht in Feierlaune kommen weil sie offene Rechnungen fürchten müssen, dann scheint der Preis für das hohe Maß an Folgeeinflüssen recht hoch.

Daher meine Umfrage:

#2 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von rojer 09.11.2012 04:50

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Hi,

in der Umfrage fehlt mir der "egal" Knopf. Ich hätte diesen gedrückt ;-)

Gruß

rojer

#3 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Argon Anar-Paha 09.11.2012 07:29

Ich bin dafür, dass kleine Geschichten rund um den Charakter mit dem Con abgeschlossen sind, das große Ganze aber dennoch weitergeführt werden kann.

Vor allem nach dem Hintergrund, dass man möglicherweise NICHT auf den Folge-Con kommen kann aus irgendwelchen Gründen. So freut man sich, wenn man für seinen Charakter eine schöne Geschichte auf einem Con zu ende erzählt hat, die Ergebnisse und Früchte seines Handels erntet und sich dann aber wieder ins nächste Abenteuer werfen kann. So ist es in meinen Augen nicht zwingend notwendig an jedem Con der Con-Reihe / Kampagne teilzunehmen und hat aber immer noch die sehr gute Chance auf einen Wiedereinstieg, wenn bekannte Sachen in Nachfolgecons wieder aufgegriffen werden.

#4 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Meril 09.11.2012 08:35

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Sehe ich genauso. Kleine und Perso-plots können gern abgeschlossen werden (außer es ist ein offenes Ende mehr oder weniger gewollt, wenn der Charakter sich dadurch entwickeln soll oder es einen großen Teil seiner Lebensmotivation ausmacht (Die Jagd auf etwas/jemandem, die Suche nach etwas/jemandem)).
Wenn großer Plot Höhen und tiefen hat, dann steigert ein "cliffhanger" bei mir zumindest die Spannung auf Folge-Cons. Ich mag Kampagnen bespielen, die über mehrere Cons gehen und wo man immer neue Hintergründe und Plotdetails entdecken kann lieber, als kurze Stories, die mit ach und krach irgendwie abgeschlossen werden, weil die Hälfte schon packen will.

Für meine Charaktere mag ich es, wenn sie auch mal versagen und ordentlich eins auf die Omme bekommen (im übertragegen Sinne natürlich) und ihnen nicht die Lösung einfach zufällt, weil es Samstag abend ist. Daher finde ich es völlig gut, wenn meine Charaktere Niederlagen erleiden oder ihnen schlimme Dinge passieren, sie augenscheinlich unlösbaren Aufgaben gegenüberstehen, die sie irgendwie meistern müssen. Man wird ja nicht stark trotz seiner Herausforderungen, sondern gerade wegen ihnen ;-)

Daher wähle auch ich den "egal" oder "beides"-Knopf :-)

#5 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Elia Y 09.11.2012 15:04

Mein Knopf ist da auch nicht zu finden...

Im Sommer habe ich tatsächlich auch die Feststellung gemacht, dass es für fremde Leute/Gruppen sehr schwierig ist, wenn sie nur so einen Teil der Geschichte mitbekommen. Und wenn man hingeht und ihnen erzählt, wie das alles passiert ist, dass wir nun unbedingt diess Artefakt brauchen, dass sie sich gerade mühsam erspielt haben, sind sie einfach erstmal von der langen und komplexen Geschichte erschlagen und das Wissen, dass sie selber mit ihrem Erfolg gar nichts anfangen können, weil das erst auf Con XY, z.B. Silvester kommt, führt dann schon zu der Frage: Wiozu genau habe wir uns gerade den Ar... aufgerissen? Nicht jeder tickt so und nicht jeder ist derartig Stammspieler, der einfach beim nächsten Mal sieht, was passiert. Es bleibt einfach das kleine Erfolgserlebnis aus, ein bischen das Gefühl, irgendetwas sinnvolles gemacht zu haben. Festzustellen, dass der scheinbare Hauptplot dahin führte, die Arbeit für andere zu machen, die irgendwann damit was großes bewirken können, was man nicht miterleben wird, das kann schon ein bischen frustrieren.

Sogar ich hänge manchmal schon am Ende ein bischen in den Seilen und denke mir: Was haben wir hier genau gemacht? Aber wir wissen jeden Teilerfolg zu schätzen, wir wissen, wir kommen wieder, das Puzzle setzt sich zusammen und wir sehen ein Ergebnis. IT reicht meinen Charakteren das Wissen auch, deswegen klappt das auch als Spieler. Wir shen die Geschichte als ganzes, weil wir wiederkommen, wiederkommen können. Andere könenn einfach nicht jede Con mitnehmen, und wer von außen einfach mal reinschnuppert, um zu schauen, ob Talosia geeignet ist, um da seine jährliche Sommercon zu verbringen, findet da keienn guten Einstieg. Der will vielleicht auch gar nicht einsteigen, der will seine Jahrescon toll verleben, was tolles erleben, gewinnen oder episch verlieren, aber am Samstag Abend da sitzen und... ja, und nun? Wozu brauchen wir diese Sachen da noch? Was kommt denn jetzt bei der Schriftrolle raus, die wir erbeutet haben und die die letzten zwei Tage entschlüsselt wurde? Informationen über... wen? Wer ist der? Kommt der? Ach, irgendwann mal? Öh... ok...

Ein vor der Vernichtung bewahrter (also abgequatschter und eingesteckter) Muttertierkopf führt im Herbst zum Fall Goraths. Das ist toll. Für die Spieler auf der entsprechenden Con. Die Spielerin, die sich damit beschäftigt hat, konnte ihn nicht mal vernichten, zumindest nicht IT-logisch. Erfährt das nicht mal. Und letzten Endes fühlte sich Goraths Ende nicht mal toll an. Wäre vielleicht unlogisch gewesen, wenn er aufläuft, um vor uns jämmerlich zu verrecken, aber ich denke, der Spaßfaktor hätte höher sein können, wenn er uns vorher noch auf die Wumme gegeben hätte. Oder man zumindest MITerlebt hätte, dass er kaputt ist...

Deine Stammspieler mögen das so. Sonst wären sie nicht deine Stammspieler. Die haben ihre Abschlüsse ja auch, die sind dann umso befriedigender. Aber es würde denke ich mal, absolut nicht schaden, wenn es auch einen Faden gibt, der zu einem Ende führt. Den erwischen die anderen nicht unbedingt, aber sie erleben es immer noch mit, dass auf der Con irgendetwas bedeutendes passiert. Bedeutend kann dabei auch die Rettung eines Dorfes sein oder das verdammt gute Gefühl, dass die beiden liebenden nun glücklich vereint sind... oder irgendwas...

Also: sowohl als auch!!

#6 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Enidan 09.11.2012 15:21

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Dem kann ich nur zustimmen. Schöner Beitrag Elia!

#7 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Menk 09.11.2012 16:04

Die Sache wird ohne übergreifende Kontrolle der SL dadurch erschwert, dass es durchaus beides auf den Cons gibt, aber nicht unbedingt die Gruppe die einmal kommt auch den abschliessenden Plotfaden erwischt.

#8 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Vaskur 09.11.2012 17:31

Ein klarer Faden sollte sich durch eine Kampagne ziehen.. sonst fehlt einfach irgendwas und es ist nur eine Zusammenreihung von Cons im selben Hintergrund.

#9 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Menk 09.11.2012 18:02

In Talosia gibt es mehrere Fäden. Ich habe in den vergangenen Jahren die Kritik umgesetzt, dass ich die Cons stärker thematisierte. So eben Urtika von Korandia und von Elementarplots differenziert, sofern sie nicht bei Ausnahmen miteinander verknüpft waren.

Ich denke im Vergleich zu Schattenwolfcons haben wir das andere Extrem in Talosia. Unsere Plotdichte und die Handlungsüberlagerungen sind so ausgeprägt, dass zwar alle Cons miteinander verbunden sind, aber für Neueinsteiger unserer Conreihe sehr schwer zu überblicken sind. Ebendrum stelle ich diese Umfrage.

#10 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von fae 09.11.2012 19:03

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Mal ganz flott - ich möchte mich aus Erfahrung u.a. Argon Anar-Paha anschließen und sage ja...

#11 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Elfjur 10.11.2012 20:01

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Nach langem Überlegen und einer Nacht Schlaf kommt von mir ein "Ja" mit einem riesengroßen ABER:

Du bist der Schöpfer eines großen Epos an dem Du uns alle teilhaben lässt. Dafür meinen Dank. Talosia hat mehr Aspekte, als selbst langjährige Spieler erfassen können. Besonders toll finde ich, dass Du dem Einfluss der Spieler auf das Geschehen so viel Raum gibst.

Nach den Erfahrungen von Widerstand 2 denke ich aber, dass Du nochmal was ändern solltest:

Talosia ist ein gigantisches Epos und jede Con ist nur ein Kapitel.

Aber jede Con sollte auch eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass du dafür den Blick verlierst.

Es ist eine sehr gute Idee von dir, dass Du auf den Cons die Kampagne weiterlaufen lässt und daneben andere Plots anbietest, die vor Ort lösbar sind und vielleicht später Auswirkungen haben werden.

Mir graut jetzt schon davor, was Phillipe als Bürokrat der Hölle noch anstellen wird. Bürokratia ist eine mächtige und grausame Gegnerin, die keine Gnade kennt. Ich denke, dass selbst Kor vor ihr zittert.

Trotz diesem und anderen Nebenplots war jedem klar, dass das eigentlich Wichtige der Krieg gegen Korandia ist. Aber da gab es für diejenigen, die keine Stammspieler sind, nichts zu reißen, dass ich noch auf der Con erkennbar positiv ausgewirkt hätte. Elia hat das sehr gut beschrieben.

Die meisten Spieler wollen nun mal ein Stück vom großen Kuchen und lassen die leckeren Kekse links liegen oder futtern sie im vorbeigehen, ohne sie wirklich zu würdigen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich bin nicht der Meinung, dass Du das Kind mit dem Bade ausschütten musst, indem Du vor Ort viel mehr offenbarst. Meine Anregung wäre, im Hauptplot auf jeder Con ein für alle erkennbares und vor allem erreichbares Etappenziel einzubauen.

Ohne die genauen Hintergründe zu kennen: Warum hast Du Lord Nefur auf der relativ kleinen Con "Legende von Gorath" ziemlich unspektakulär das Zeitliche segnen lassen? Da gab es doch mit Gorath schon einen Bösewicht zu vernichten.

Hättest Du Lord Nefur auf der dreimal so großen Con Widerstand 2 spektakulär an die Spieler verfüttert (natürlich mit Hürden), wäre die Stimmung eine ganz andere gewesen:

  • Wir haben so aufs Maul bekommen, dass wir uns am Ende zurückziehen mussten.
  • Wir haben uns den Arsch für diese scheiß Banner aufgerissen, die dann von den Stammspielern einfach weg gegeben wurden. Warum verstehen wir nicht, aber das musste wohl so sein.
  • Der Herausforderer für Kor wurde zwar bestimmt, aber er hat die Herausforderung nicht ausgesprochen. Keine Ahnung, warum er das nicht getan hat. Aber man hat uns gesagt, dass dies nicht die Zeit und der Ort dafür sind.
  • Wir haben auch sonst einen Haufen Zeug gesammelt. Man hat uns gesagt, dass das wohl sehr wichtig ist. Aber jetzt und hier konnten wir damit nichts reißen.
  • ABER WIR HABEN DEN HEERFÜHRER DES FEINDES GEKILLT UND IHM DAMIT EINEN EMPFINDLICHEN SCHLAG VERSETZT!!! HURRA UND HOCH DIE TASSEN


Den meisten Spielern war nicht einmal klar, das Lord Nefur vor Ort war. Mir ist das auch erst aufgefallen, als Hanna mit ihm in den Zweikampf gegangen ist. Wenn das bekannt gewesen wäre, wäre er der Hauptpreis der Con gewesen. Selbst wenn Sie ihn nicht gekriegt hätten, Sie hätten wirklich etwas handfestes erreichen können.

Sicherlich gab es im NSC - Lager einiges zu entdecken. Aber das war zu abstrakt und durch diesen Tunnel mit Giftgas zu schwer zu erreichen.

Ich hatte das Glück, dass meine erste Talosia - Con Rolendur war. Natürlich gab es da das Elbenhickhack. Aber der Albtraummeister wurde vernichtet. Ich wusste nichts von ihm. Aber ich habe verstanden, dass wir da jemanden beseitigt haben, der lange Zeit viel Ärger gemacht hat.

Dadurch bin ich mit einem befriedigten Gefühl Heim gefahren und gern zu Urtika wiedergekommen.

Meine dritte Con war dann "Licht und Schatten". Auf allen drei Cons, wurde für alle erkennbar etwas erreicht.

Keine Ahnung, ob ich nach Widerstand 2 als Einstieg wieder gekommen wäre. Selbst ich als Stammspieler war ja ziemlich frustriert.

#12 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Enidan 10.11.2012 20:08

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Für Lord Nefurs Unspäktakuläres Ende kann Menk nichts!
Das war meine Entscheidung als Spieler! Das war konsequentes Spiel.
Die Gelegenheit war einfach da und niemals hätte ich sie ungenutzt verstreichen lassen!

[ Editiert von Enidan am 10.11.12 20:59 ]

#13 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Elfjur 10.11.2012 20:37

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Dagegen sag ich nichts. Aber Menk hat ihn auf das Silbertablett gesetzt. Ihr paar Nasen hattet gleich zwei große Schurken zum umbringen und wir hatten keinen. Das ist ungerecht

#14 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Enidan 10.11.2012 20:58

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Es war eine 50/50 Chance. Wären die Korandia Anhänger zuerst bei uns gewesen (Und danach sah es zuerst aus) hätte ich mich ebenfalls töten lassen, wenn sie das gewollt hätten.

#15 RE: Umfrage "Ende eines Cons" von Elfjur 10.11.2012 22:35

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Okaaaaaaay, dieses Detail war mir noch nicht bekannt.

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