#1 RE: Die 10 Gebote des LARP von Tovak 01.09.2009 11:52

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Ich habs gerade im Conquest Forum gefunden und finde sie einfach passend


1. Du sollst freundlich und hilfsbereit zu Deinen Mitspielern sein, auf das auch Sie freundlich und hilfsbereit zu Dir sein mögen!

Diese weisen und in jeder Spielsituation wahren Worten sollst Du ehren und achten, denn auf ihnen fußt Gedeih und Gelingen eines jeden guten LARP. Achte besonders darauf, Dein Gemüt nicht von der Zerrwelt der Internetforen blenden zu lassen, denn diese sind die Heimat der bösen Trolle, die das Fleisch Unbescholtener und neugieriger Anfänger von ihren Knochen nagen.


2. Darstellung steht über Mächtigkeit!

Niemals sollst Du ein Charakterkonzept damit beginnen, Dir Deine Fantasie aus Deinem Geist zu brennen, indem Du anhand des Regelwerks versuchst Deinen Charakter möglichst mächtig werden zu lassen. Denn Regelwerke sind Schall und Rauch, und was auf dem einen Con eben noch möglich und mächtig war, das mag auf dem nächsten schon untersagt und schwach sein. Die Ängste, Träume, Ziele und Sorgen eines Charakters aber sind nicht den Regelungen des vergänglichen Papiers unterworfen und machen einen Charakter tausendfach ausdrucksstärker, als es irgendein Zauber je könnte.


3. Du sollst Dich im Kampfe schützen auf das nicht Heulen und Wehklagen über Dich und die Deinigen komme!

So Du hinausziehen magst um mit dem Schwerte zu streiten, so sollst Du bedecken Dein Haupt mit einem Helm oder wenigstens einer gut gefütterten Bundhaube, auf das die Schläge auf Dein Haupt Dir nicht pusten mögen die Lichter aus. Auch Deine Finger sollen nicht den feindlichen Hieben schutzlos ausgesetzt sein, sondern wenigstens von ordentlichen Lederhandschuhen behütet mit Dir in den Kampf ziehen. Gepriesen seien die Plattenhandschuhe!


4. Du sollst Dich schulen lassen im sicheren Umgang mit den Waffen und besonderen Wert auf das Abstoppen von Schlägen setzen!

Auch wenn dieses Gebot dem Dritten sehr ähneln mag, so ist es doch von solcher Wichtigkeit, dass es gesonderter Nennung bedarf. Sei Dir stets bewusst, dass nur das Abstoppen es zu verhindern vermag, dass Du Deinem Nächsten einen Zahn ausschlägst oder ihm die Knochen brichst und Du so des Feldschers Rechnung zahlen musst bis Du alt und vor Gram gebeugt sein wirst. Sei ein wahrer Missionar dieses Gebotes in dem Du jeden angehenden oder auch alten Kämpfer dieses Gebot in den Sinn rufst, auf das auch Deine Zähne und Knochen lang und wohl erhalten bleiben mögen.


5. Verfalle nicht den heidnischen Gebräuchen eine Rüstung als Kleidung zu tragen und schätze und preise die Kunst der Handarbeit!

Aus den dunkelsten Landen der Häresie entstammt der Brauch, Rüstung anstelle von guter Kleidung zu tragen. Verdamme diese Unart und schwöre ihr ab, auf das Du erst für Deinen Charakter gute Kleidung zusammensuchest, bevor Du an Rüstung für diesen denkst. Bedenke auch, dass Handarbeit zu den gefälligsten Künsten zählt und sie darum Lobpreisung und hohes Ansehen verdient. So Du nicht auserkoren warst, zu den besten Schneidern zu gehören, so zaudere nicht davor in die Tiefen des weltweiten Netzes einzutauchen, auf das Du dort Meister dieser Kunst findest, die ihre Waren Dir mit Freude anbieten. Folge nicht den ketzerischen Aufrufen, dieses Gebot zu umgehen, wenn Du nur Geld für Rüstung aber nicht für Kleidung hast. Ein jeder hat eine Mutter oder Tante, die ihm aus Liebe gerne nähen mag, was seine eigenen Hände nicht vermögen.


6. Du sollst die Spielleitung ehren und ihren Worten geflissentlich und ohne Murren Folge leisten!

Erkenne, dass es dem Spieler untersagt ist, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Spielleitung anzulegen! Denn der Spielleitung allein ist die Rafinesse des Plots bewußt und wenn Du meinst, dass eine Anweisung der Spielleitung nicht nachvollziehbar ist, so erkenne, dass sie nur deswegen für Dich nicht nachvolziehbar ist, weil Dir der Einblick in das Wissen der Spielleitung fehlt. Vergiss aber nie, dass die Spielleitung nicht unfehlbar ist und so sehr Du auch verpflichtet bist, ihren Worten für die Dauer des Con zu folgen, so sehr hast Du auch das Recht danach ihre Entscheidungen zu hinterfragen. Bedenke stets, dass Du der Spielleitung und Ihrer Entscheidungen nur für die Dauer ihres Cons unterworfen bist. Dein Charakter gehört Dir und Du entscheidest nach jedem Con, wie er sich weiter entwickeln soll.


7. Folge den heiligen Worten des Propheten der da die weisen Worte sprach "Spiel's aus, Du Sau!"

Viele weise Männer und Frauen verbringen lange Zeit damit, die Worte des Propheten zu deuten und auch Du sollst nicht wenig Zeit in stiller Andacht verbringen um den Sinn dieser Worte in Dich aufzunehmen. Zweifelsohne mag damit gesagt sein, dass ein jeder Spieler sein Bestes geben soll um das Geschehene darzustellen. Siehe da die Narren und Geblendeten, die einen Hieb mit dem Kriegshammer über sich ergehen lassen, als wäre es ein Windhauch, der ihnen gegen die Brust streicht. Unterschätze nicht den Ruhm und Glanz, den eine gute Darstellung Dir einzubringen vermag. Krieger und Magier gibt es da an die tausende, aber jene, welche die Wucht von Waffen, den Schmerz über den Verlust eines Freundes, das Wirken der arkanen Kräfte mit ganzer Seele darstellen - jene gibt es wenige, aber die Geschichten die sie durch ihre Hingabe formen, sind unvergänglich.

8. Du sollst Outtime stets von Intime trennen!

Niemals sollst Du den dunklen Pfad einschlagen, Groll gegen einen anderen Spieler zu hegen für eine Sache, die sein Charakter getan hat! Auch sollst Du Dich nicht Wissen und Mittel bedienen, die Deinem Charakter nicht zur Verfügung stehen, willst Du nicht den Fluch der Pappnase auf Dich ziehen und derart gescholten durch die Lande gejagt werden, jetzt und immerda.

9. Solange "time in" gilt, sollst Du intime bleiben!

Wird zu Beginn eines Cons das Tor zur wundervollen Welt des Liverollenspiels mit den Worten "time in" der Spielleitung aufgestoßen, so sollst Du Dich am Spiel erfreuen und schwelgen im Fluss der Fantasie. Sei Dir aber der zarten Hülle dieser glitzernden Seifenblase von Fantasie bewusst und hüte Dich, sie mit Worten oder anderen Dingen für Dich und andere zum Platzen zu bringen. Schwöre dem Klingeldämon namens "Handy" ab und schütze Deine Lippen vor der unglückseligen Berührung mit Plastikflaschen.

10. Bevor Du auf ein Liverollenspiel gehst, sollst Du das dort angewandte Regelwerk geflissentlich studieren und so gut es geht anwenden!

Siehe da in die Lande des Liverollenspiels und Du wirst sehen Legionen von Spielern mit Myriaden von Meinungen, welche Regeln gut und welche schlecht sind. Verstehe und beachte, dass jede dieser Meinungen, wenn schon nicht Deine Anerkennung, dann zumindest Deinen Respekt verdient. Auf einem Liverollenspiel haben jedoch alle Meinungen in den Schatten des dort geltenden Regelwerks zu treten - ja, auch Deine! Denn siehe da, dies unser Land ist frei und wenn Dir das Regelwerk eines Liverollenspiels nicht passt, so kannst Du dies Liverollenspiel meiden und niemand wird Dir zimmern ein Kreuz daraus. Doch wenn Du gehst auf ein Liverollenspiel und scherst Dich nicht um das Regelwerk und trittst in den Dreck den Konsens, auf den sich alle Spieler dieses Liverollenspiels geeinigt haben, dann soll und wird man Dir ein Kreuz aus diesem Frevel zimmern, welches ein Bann sein wird für Dich, für jetzt und für alle Zeit

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